Vor dem Eingang zu Naijas Heim zu Beginn des Spieles.

Vor dem Eingang zu Naijas Heim zu Beginn des Spieles.

Ins kühle Nass: Können sie sich vorstellen, der einzige Ihrer Art zu sein? So ergeht es Naija, einem Wesen, das mitten im Ozean lebt, größtenteils jedoch an einen Mensch erinnert, zu Beginn von Aquaria. Der Einstieg ist dennoch ein alter Bekannter – Gedächtnisverlust. Zumindest den größten Teil ihrer Erinnerungen hat die Protagonistin verloren und so macht sie sich auf, um die Weiten des Ozeans und ihre eigene Geschichte zu erkunden. Die Story wird dabei hauptsächlich durch die Stimme von Naija selbst erzählt. Dies geschieht durch Erzählungen über ihre eigene Vergangenheit und kleine Sequenzen im Spiel selbst.

Tiefseetauchen
Die Steuerung ist einfach und dennoch kann jeder selbst entscheiden, ob er mit der Maus, der Tastatur, einem Gamepad oder einer Kombination durch den Ozean gleitet. Mit allen Geräten hat man aber stets alles im Griff, und lässt Naija elegant durchs Wasser gleiten, sich von Wänden abstoßen oder singen. Singen? Richtig gelesen, in einem einfachen Kreismenü kann man Töne aneinanderreihen und somit singen – wozu das gut ist, wird im weiteren Verlauf noch erläutert.

Zunächst schwimmt man durch Naijas eigenes Zuhause, eine große Höhle mit vielen Räumen. Bereits hier gibt es überraschend viel zu entdecken, durch aufsuchen bestimmter Orte und neuer Fähigkeiten eröffnen sich selbst im eigenen Heim neue Wege und Möglichkeiten.

Das Erkunden und bestaunen der Spielwelt macht einen Teil des Spieles aus, nicht zuletzt aufgrund der wunderschönen und abwechslungsreichen Spielwelt. So bewegt man sich nicht nur durch den Ozean, sondern auch durch einen Wald von Wasserpflanzen und Seetang, untergegangene Tempel und viele andere Orte. Gerade die Tempel und ähnliche Gebiete dienen dabei als Dungeons. Darin gibt es nicht nur eine Vielzahl von Gegnern, sondern auch jeweils einen dicken Endboss. Diese Spielmechanik erinnert etwas an die Klassiker der Zelda-Spielereihe. Dabei weiß das Spiel immer wieder zu überraschen – und zu begeistern, denn jedes Gebiet ist auf seine Weise einzigartig.

Zur Atmosphäre tragen jedoch nicht nur die schönen verschiedenen Gebiete bei, sondern auch ihre Bewohner. Allerlei Fische, Krabben, Pflanzen und sonstiges Unterwassergetier schwimmt umher. Die Soundkulisse kann sich ebenfalls sehen, beziehungsweise hören lassen. Der Soundtrack ist wunderschön und passt stets zur Situation, immer etwas mysteriös und dennoch äußerst atmosphärisch. Der Soundtrack ist mittlerweile übrigens als CD erschienen. Ein weiteres Lob verdienen die Sprecher, davon hört man hauptsächlich die Stimme Naijas. Kleines Manko: Sprache ist nur in Englisch verfügbar.