Star Wars: The Force Unleashed 2 im Test! Im zweiten Teil der Reihe übernehmen Sie abermals die Rolle von Darth Vaders Schüler Starkiller. Oder besser gesagt die seines Klons, wie uns der Dunkle Lord zu Beginn weißmachen will. Da sind aber die seltsamen Erinnerungsfetzen aus der Vergangenheit des „echten“ Starkillers in Star Wars: The Force Unleashed. Offenbar hat Lord Vader etwas zu verbergen, und deswegen machen Sie sich selber auf die Suche nach der Wahrheit. Dazu müssen Sie allerdings erst mal die halbe Station vernichten, einen Tie-Bomber klauen und dann Richtung All rasen.

Mit dabei in Star Wars: The Force Unleashed 2 ist wieder das Lichtschwert, diesmal sogar in doppelter Ausführung. Denn mit zwei Klingen wirbelt es sich gleich doppelt schön durch die diversen Gegnermassen des Imperiums. Und dann ist da natürlich noch die Macht, mit der ihr ganze Legionen an Feinden mit Blitzen und Wurfattacken aus dem Weg räumen könnt. Eine der großen Neuheiten ist eine verbesserte Steuerung der Machtaspekte. Die überprüfen wir ebenso in unserem Test ebenso wie die PC-Umsetzung von Star Wars: The Force Unleashed 2. Vorweg: In diesem Bereich haben die Entwickler unsere Erwartungen nicht erfüllen können.

rung von Star Wars: The Force Unleashed 2: Die Entwickler nahmen sich die Kritik zu Herzen und haben viele Aspekte überarbeitet. So ist der Einsatz der Machtfähigkeiten nun weitaus komfortabler und flüssiger in die Kämpfe eingebunden. Das merkt man am ehesten bei der Fähigkeit Machtgriff. Im ersten Teil war es ein Glücksspiel, eine Person oder einen Gegenstand an einen bestimmten Ort zu schleudern. In Star Wars: The Force Unleashed 2 hingegen finden geworfene Objekte (oder Gegner) in den meisten Fällen das Ziel. Dadurch fühlt man sich als Spieler gleich viel mächtiger und die Kämpfe sind herrlich chaotisch und voller cooler Effekte. Nichtsdestotrotz gilt auch für den zweiten Teil: Wir empfehlen, ein Gamepad anzuschließen. Per Maus & Tastatur wird das Geschehen sonst schnell zu hektisch und kompliziert.

Story von Star Wars: The Force Unleashed 2: Die ist spannend inszeniert, in sich stimmig und passt gut zum Star-Wars-Universum. Allerdings fehlt bisweilen der Aha-Effekt des ersten Teils. Es ist zwar nach wie vor ein erhebenes Gefühl, mithilfe der Macht einen Tie Fighter zu einem Haufen Schrott zu drücken, aber man wird das Gefühl nicht los, das alles schon einmal gesehen und gespielt zu haben. Die Geschichte selbst ist in Star Wars: The Force Unleashed 2 wesentlich kompakter aufgebaut. Der Spannungsbogen bleibt konstant hoch, in die Länge gezogene Level gibt es nicht.

Trotz vereinfachter Steuerung bei The Force Unleashed 2 raten wir zum Gamepad.

Trotz vereinfachter Steuerung bei The Force Unleashed 2 raten wir zum Gamepad.

Fähigkeiten und das Kampfsystem von Star Wars: The Force Unleashed 2: Zwischen den Kämpfen verbessert ihr mit den gesammelten Erfahrungespunkten wie gehabt eure Machtfähigkeiten bis zur Maximalstufe 3. Der Blitz macht dann mehr Schaden, euer Griff packt gleich mehrere Gegner und euer Schub erwischt mehr Kontrahenten als zuvor. Starkillers neue Fähigkeit: Per Knopfdruck könnt Ihr Feinde dahingehend beeinflussen, dass sie ihre eigenen Kollegen attackieren oder sich persönlich in Abgründe stürzen – sehr nützlich im Kampf gegen große Gegnergruppen.

Augenscheinlichste Neuerung ist aber, dass ihr mit zwei Lichtschwertern herumfuchtelt und nicht mehr nur mit einem. Das sieht vor allem cool aus. Spielerisch spannender ist da die neue Wutleiste. Wenn ihr die voll ist, seid ihr per Knopfdruck sozusagen unsterblich. Außerdem bekommen Eure Machtfertigkeiten einen weiteren Bonus spendiert. Damit könnt ihr ganze Legionen an Episch: Starkiller räumt in dieser Szene Sternzerstörer und anderen Weltraumschrott aus der Flugbahn. Cooool. Episch: Starkiller räumt in dieser Szene Sternzerstörer und anderen Weltraumschrott aus der Flugbahn.

PC-Umsetzung von Star Wars: The Force Unleashed 2: Technisch macht The Force Unleashed 2 eigentlich einen sehr guten Eindruck. Die Grafik ist stimmig, kann aber nicht mit dem technischen Kaliber eines God of War 3 mithalten. Flüssige Animationen tun Ihr übrigens, dass The Force Unleashed auch im zweiten Teil das Auge nicht beleidigt. Aber: Die PC-Umsetzung ist völlig misslungen:Die technischen Mängel sind im Vergleich zur Konsole gravierend. Dort gibt es auch das ein oder andere Problem mit der Kollisionsabfrage oder Ruckler, sofern man keine Komplettinstallation vorgenommen hat.

Bei der PC-Version fängt hier die Mängelliste jedoch gerade erst an: Tearing an jeder Ecke, Clipping-Fehler, seltsame Grafikbugs (wie etwa verdrehte Köpfe), Probleme bei der Installation, Grafikruckler, Abstürze und so weiter. The Force Unleashed 2 erweckt zu jedem Zeitpunkt den Eindruck, als habe man die PC-Version nur als lästiges Anhängsel betrachtet und schnell dahingeklatscht. Schade um das eigentlich gute Gameplay.

Weitere technische Unzulänglichkeiten von Star Wars: The Force Unleashed 2: Gelegentlich ärgert uns Star Wars: The Force Unleashed 2 mit technischen Unzulänglichkeiten. Die Kollisionsabfrage ist nicht die beste, und sorgt mitunter dafür, dass wir unfreiwillig von einer Kante rutschen und den Bildschirmtod sterben. Dazu hatte unsere Testversion teilweise mit Framerate-Einbrüchen zu kämpfen, was wir aber bei der PS3-Version durch eine Komplettinstallation auf Festplatte beheben konnten.

Spielzeit von Star Wars: The Force Unleashed 2: Mit rund fünf bis sechs Stunden Spielzeit ist Star Wars: The Force Unleashed 2 recht kurz geraten. Es fehlt ein richtiger Multiplayer-Modus, um den Titel zum Dauerbrenner zu machen.

Synchronstimme von Darth Vader in Star Wars: The Force Unleashed 2: Zwar sind Sprecher und Stimmen gut, bei Sternenkrieger-Ikone Darth Vader allerdings nervt uns eine zu hohe Stimme – dadurch wirkt der Dunkle Lord einfach zu freundlich. Alternative: Wenn ihr des Englischen mächtig seid, schaltet ihr einfach auf den O-Ton um.