Mehr Action, höheres Tempo, ein neuer Held, Elemente aus „Mass Effect“ – Fans des ersten Teils müssen jetzt stark sein!

Das Königreich steht vor dem totalen Zusammenbruch, nur der sagenumwobene Champion von Kirkwall kann es retten. Doch wo hält sich der mysteriöse Krieger auf? Welche Heldentaten hat er tatsächlich vollbracht? Darüber kursieren viele Legenden und Sagen, aber kaum jemand weiß etwas Genaues. Nur einer kennt die Wahrheit: Der selbstgefällige Schurke Varric war einst ein Weggefährte des Champions und genießt die Aufmerksamkeit, die das Volk ihm deshalb entgegenbringt. Mit leuchtenden Augen erzählt der Bursche seine Geschichte …

Rahmenhandlungen

Obwohl Varric aus der Vergangenheit plaudert, ist die Story von „Dragon Age 2“ keineswegs vorgestanzt. Der Spieler, in der Rolle des Champions unterwegs, entwickelt die Geschichte selbst. Alles beginnt in der zerstörten Stadt Lothering, aus der die Familie des Helden vor den Dämonen der Dunklen Brut fliehen muss. Was danach passiert, hängt ausschließlich davon ab, wie der Spieler mit einzelnen Situationen umgeht. Entwickler Bioware verriet, dass Varrics Erzählebene hauptsächlich dazu dient, lange Wege zu den Schauplätzen zu vermeiden – so konzentriert man sich besser auf die Highlights des Spiels.

Mehr Tempo

Zu den Höhepunkten zählt außer der Entscheidungsfreiheit und dem offenen Spielverlauf vor allem die Inszenierung der Kämpfe: Es geht deutlich rasanter zur Sache als in „Dragon Age – Origins“. Schon das einzige, in der frühen Xbox-360-Vorabversion spielbare Duell beeindruckte mit knallhartem Tempo und blitzschneller Reaktion des Champions auf jeden Steuerbefehl.

Von den drei Klassen, denen der Held angehören kann – Magier, Krieger, Schurke –, machte sich die gesetzlose Variante am besten: Wie ein Wirbelwind durchpflügte der Champ als Schurke die Gegnerreihen und schug sie mithilfe eindrucksvoller Spezialfähigkeiten aus dem Feld.

Rollenspiel bleibt Rollenspiel

Bei aller Action ist und bleibt „Dragon Age 2“ ein Rollenspiel. Die Entwickler versprechen, den Talentbaum deutlich auszubauen. Die Rede ist von 40 Talenten. Dabei handelt es sich nicht durchweg um grundsätzlich unterschiedliche Fähigkeiten, sondern oft um Nuancen, mit denen Sie einzelne Talente besser an Ihre Spielweise anpassen. Wie gut das funktioniert, bleibt abzuwarten, in der angespielten Version war davon noch nichts zu sehen.

Abgerundete Dialoge

„Dragon Age 2“ bekommt das aus der Bioware-Serie „Mass Effect“ bekannte und bewährte Radialmenü für Dialoge, das mehrere Antworten als Alternativen bereithält. Zur besseren Orientierung des Spielers zeigt ein Symbol vorab, welche Entgegnung welche Wirkung auf den Gesprächspartner hat.